Die Schirmfahrt

In ca. 1.500m über Grund wird der Tandemmaster den Fallschirm aktivieren, die Schirmöffnung dauert dann nur wenige Sekunden.

So rasend schnell gerade noch der Freifall war, umso stärker wirkt nun die ruhige, fast schwerelose Schirmfahrt im Kontrast dazu. Im Regelfall ist es dabei möglich, den Fallschirm sogar eine Weile selbst zu steuern.

Die Schirmfahrt am Fallschirm zurück zum Platz dauert etwa 5 bis 7 Minuten.

Die Ausbildung zum Fallschirmspringer

Es gibt zwei Methoden, einmal die konventionelle Ausbildung und die AFF-Ausbildung:

Jetzt darfst Du in die Luft gehen

Auf dem Luftprogramm stehen sieben sog. "AFF Level" aus 4.000m, jedes wird per gemeinsamer Videoanalyse in den Lernprozess mit einbezogen. In den ersten drei Level wirst Du von zwei speziell ausgebildeten AFF-Fallschirmlehrern begleitet, die Dich erst — und nur leicht — loslassen, wenn Du stabil in der Luft liegst. 

Beim ersten Sprung aus 4.000m machst Du Dich erstmal mit der Freifallumgebung vertraut. Normalerweise öffnest Du selbst in 1.500m Deinen Fallschirm, aber auch beide Lehrer können Dich notfalls "an den Hauptschirm hängen".

Sobald Du am Schirm hängst, hörst Du auch schon einen unserer Ausbilder, der Dir per Funk hilft, zu ihm zum Landeplatz zu fliegen.

Die Ausrüstung beim Fallschirmspringer

In Container, sind ein Haupt- und ein Reservefallschirm (die beide in etwa die gleiche Größe haben) eingepackt. Beides sind Flächenfallschirme und somit voll steuerbar. Rundkappen werden nicht mehr verwendet. Seit ca. 1970 wurde nach und nach auf Flächenfallschirme umgestellt.

Ein Öffnungsautomat “Cypress” der im Fall der Fälle selbständig öffnet,  z.B. wenn der Springer durch eine Kollosion im Freifall ohnmächtig wird, ist in Deutschland Pflicht.

Öffnugsautomat : “Cypress”
Der zuverlässigste Automat von allen, wie Test`s gezeigt haben. Auch in der Praxis rettete das Gerät weltweit schon über 100 Springern das Leben. Das Gerät misst den Luftdruck (mit zunehmender Höhe nimmt der Luftdruck ab) und wie schnell  er sich verändert. Anhand von diesen Informationen kann das Gerät feststellen,   in welcher Höhe sich der Springer gerade befindet. Öffnet der Springer keinen seiner 2 Schirme (aus welchen Gründen auch immer) öffnet Cypress bei Unterschreitung der  Mindestöffnungshöhe selbständig den Reserveschirm.

Für die Höhenkontrolle werden Barometrische Höhenmesser verwendet: Visuelle Höhenmesser sind   Standart.

Akustische Höhenmesser werden zusätzlich, vor allem dann benutzt, wenn der Springer wenig Möglichkeit zur Höhenkontrolle hat, z.B. bei Filmaufnahmen würde der Kameramann -wenn er seinen  Höhenmesser abliest- den Akteur aus dem Bild verlieren. Manche Springer tragen zur zusätzlichen Sicherheit sogar 2 akustische Höhenmesser.

Kopfschutz ist Pflicht, gepolsterte Ledermütze o. Helm.

Freifallaufnahmen werden in der Regel mit Helmkameras gefilmt. Der Kameramann braucht seine Hände zum Fliegen, der Kopf ist das Stativ. Die Kamera wird vor dem Sprung eingeschaltet und läuft bis nach der Schirmöffnung. Die Fotokamera wird auf eine feste Brennweite eingestellt und der Auslöser wird  über eine Kabel-  o. Schlauchverbindung mit dem Mund bedient. Die Helme sind meist mit einem Notabwurfsystem ausgestattet.

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